MENÜ

Plinius – Epistulae

Der Ausbruch des Vesuvs

Die Unterrichtseinheit zum ersten Vesuv-Brief des Plinius (Ep. VI 16) ist Teil der Reihe "Neuer Lateinischer Lektüreunterricht", die dem Lektüreunterricht neue Anregungen und Impulse geben will.

Den stärksten Impuls dieser Einheit stellen die ungewöhnlichen Bilder dar, die die Texte begleiten. Sie stammen von der Kieler Künstlerin Meike Schlemmer und sind im Jahr 2016 speziell für diese Ausgabe erstellt worden. Bei den Bildern handelt es sich um Scherenschnitte; ihre harten Kontraste und ihre klare Linienführung passen gut zur konturierten Erzählung des Plinius. 

Die Bilder sind nicht nur künstlerisch interessant, sie folgen auch didaktischen Prinzipien: Sie bereiten inhaltlich auf den Text vor und wirken dadurch vorentlastend:

  • Die Schülerinnen und Schüler können an den Darstellungen bereits die wesentlichen Züge der Erzählung ablesen und mit diesem Vorwissen den Text zielgerichteter übersetzen. Die Vorwegnahme des Inhaltes in groben Zügen ermöglicht, dass die Textarbeit an interpretatorischem Niveau gewinnt: Weil die Schülerinnen und Schüler dank der Vorbereitung den Handlungsverlauf schneller erfassen, können sie sich schon beim Übersetzen dem eigentlich Interessanten, dem Gehalt und der Gestalt des Textes, zuwenden.
  • Die Bilder machen neugierig auf den Text: Sie sind oft geheimnisvoll und regen die Phantasie an; sie laden dazu ein, durch die Lektüre zu klären, was genau gemeint ist. Die Bilder verwickeln die Schülerinnen und Schüler gewissermaßen in eine Auseinandersetzung mit dem Wortlaut der Erzählung. Ein lebendiger Bild-Text-Dialog entsteht.
Übersicht Lektüre