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Plautus - Menaechmi

Was ist komisch?

Es ist nicht einfach, bei den "Menaechmi" den Überblick zu behalten. Das Stück ist nicht nur verwirrend für die Protagonisten, auch die Leserinnen und Leser müssen immer wieder aufpassen und sich vergewissern, welcher Menaechmus nun wieder auftritt und an welchem Punkt das Verwirrspiel nunmehr angekommen ist.

Damit die verwirrende Handlung insbesondere bei ausgewählter Lektüre nicht zu einer Hürde wird, ist für die hier vorgestellte Unterrichtseinheit eine unterstützende Illustration entstanden; sie stammt von der Kieler Künstlerin Tine Pape, die mit ihrem Zeichenstil eine passende Form der Darstellung einer Komödie gefunden hat: Nach Art eines Cartoon sind die Figuren als Typen dargestellt; ihr Wesen und ihr Charakter treten dadurch klar hervor und werden dabei noch durch gut erkennbare äußere Attribute unterstützt, die auch das Wiedererkennen erleichtern. Tine Pape hält sich bei ihrer Illustration nicht sklavisch an die realen Gegebenheiten der antiken Welt, sondern holt unsere Zeit geschickt und schülernah hinein: So wird z. B. der Arzt wie ein heutiger Mediziner dargestellt und ist dadurch noch vor der Lektüre des Textes als solcher identifizierbar.

Das Bild ist nach Art einer Landkarte gestaltet: Ein Pfad führt von Szene zu Szene, die jeweils durch einen hellen Spot hervorgehoben wird. Das schafft Klarheit. Zugleich bildet die Verschlungenheit des Weges die verwirrende Handlungsführung ab und spiegelt so den Leseindruck wider.

Zum Einsatz kann die Inhaltslandkarte an verschiedenen Stellen der Einheit kommen: Am Anfang als Möglichkeit, um einen ersten Überblick über das zu erwartende Geschehen zu bekommen, als ständiger Begleiter bei der Lektüre - zur Orientierung und als Entschlüsselungshilfe - und zum Abschluss der Einheit als Hilfe bei der Erinnerung an den Handlungsweg und die handelnden Personen.

Illustrationen beinhaltet auch die Ausgabe der Komödie von Renate Albler, die online verfügbar ist. Hier geht es zu ihr.

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