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Diagnose

Für die Planung von Differenzierungsmaßnahmen ist es von Zeit zu Zeit nützlich, sich ein Bild von der Lernsituation einer ganzen Klasse zu machen und gewissermaßen eine "Klassendiagnose" durchzuführen. Daraus ergeben sich in der Regel schon wichtige Erkenntnisse über die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler.

In besonderen Fällen ist es notwendig, mit Schülerinnen und Schülern, deren Lernsituation sich durch Beobachtungen und Prüfungen nicht ausreichend bestimmen lässt, ein längeres Gespräch zu führen. Zur Vorbereitung eines solchen Einzelgesprächs ist es hilfreich, einen Fragebogen zu Hilfe zu nehmen, den die Schülerin oder der Schüler zuhause in Ruhe ausfüllen kann: Die Beschäftigung mit den Fragen aktiviert das Nachdenken über die Gründe des persönlichen Erfolgs oder Misserfolgs im Fach Latein. Indem die Schülerin bzw. der Schüler die Antworten später im Gespräch erläutert und die Selbstwahrnehmung mit den Wahrnehmungen der Lehrkraft vergleicht, findet eine aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Lernsituation statt.

Verschiedene Selbstaussagebogen stehen zur Verfügung: ein allgemeiner, der die gesamte Lernsituation (1) in den Blick nimmt, und fünf spezielle, die sich dem fachlichen Lernstand (2), dem methodischen Lernstand (3), der Lernbereitschaft (4), der Lernfähigkeit (5) und den psycho-sozialen Lernbedingungen (6) widmen.

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